„Change and More“ – EMS begrüßt die Lufthansa Group

Abteilungsleiter der Lufthansa Group spricht über „Change Management“ im Unternehmen.


13.02.2017 – Unter dem Motto „Change and more“ begrüßte der „Applied Business Psychology“ Kurs unter Leitung von Dr. Lutz Lyding den Abteilungsleiter Projekt Lufthansa Krisenmanagement, Herr Gerd Meyer-Schlee. Der studierte Diplom Psychologe ist seit 32 Jahren für den Konzern tätig und wurde bereits zum vierten Mal von den EMS Studenten willkommen geheißen.

Veränderungen betreffen uns alle“, so eröffnete Gerd Meyer-Schlee seine rund 3-stündige Unterrichtseinheit zum Thema „Veränderungsmanagement im Unternehmen“. Zuvor wurde das Publikum befragt, ob es persönlich schon einmal eine Veränderung erlebt hat. „Oft sind sie geplant, aber oftmals passieren sie auch ungeplant“, stellte ein Student fest. Wichtig sei es, den bestmöglichen Weg zu finden, um eine Veränderung erfolgreich zu managen. Der Abteilungsleiter erinnerte sein Publikum daran, dass heutzutage rund 70 % aller Merger (engl. für Unternehmenzusammenführungen) scheitern. Es ist wichtig, dass sich Unternehmen einige Fragen stellen:

Wie managt man erfolgreich Veränderungen? Wie kommuniziert und integriert man diese schlussendlich optimal? Und welche Rolle spielt der Mitarbeiter?

Insbesondere ungeplante Veränderungen können oft durch diverse Treiber ausgelöst werden. So haben beispielsweise veränderte Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt, neue Technologien oder das aktuelle weltpolitische Geschehen direkten Einfluss auf ein Unternehmen und können dieses vor eine größere Herausforderung stellen.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Betrachtet man sich das Individuum, so besagt schon eine Redewendung, „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“ und steht plötzlichen Veränderungen oft sehr kritisch gegenüber. Veränderungen verunsichern, denn der Mensch hat ein hohes Sicherheitsbedürfnis und fürchtet sich bekanntermaßen vor dem Unbekannten. Steht also ein Unternehmen vor einer größeren Veränderung, so ist es ratsam, seine Mitarbeiter „an Bord“ zu haben. „Zu Beginn sollte Aufklärungsarbeit geleistet werden. Information und Transparenz sind unbedingt notwendig.“, so Gerd Meyer-Schlee „Zusätzlich können sogenannte „Change Agents“ im Unternehmen eingesetzt werden“. Dieser steht in der Regel einer Veränderung positiv gegenüber und ist laut dem Abteilungsleiter hilfreich, um der Belegschaft ein Gefühl von Verständnis und Unterstützung zu vermitteln. Schafft es dieser Change Agent auch noch, positive Beziehungen aufzubauen und Veränderungsschritte als fair erleben zu lassen, sind die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen „Change“ gegeben.

Es ist schwierig, es jedem Recht zu machen

Anhand zweier Modelle erarbeiteten die Studenten in der zweiten Hälfte der Unterrichtseinheit eine Strategie, um eine Veränderung erfolgreich in einem fiktiven Unternehmen zu integrieren. Sicherlich keine leichte Aufgabe, denn es ging in der  Simulation um die Entlassung von 150 Mitarbeitern, knapp 1/3 der Belegschaft. In einer spannenden Diskussion beleuchteten die beiden Gruppen unterschiedliche Betrachtungsweisen, die aus den beiden Modellen resultierten und hinterfragten kritisch die jeweiligen Methoden der Anderen. „Es ist schwierig es jedem Recht zu machen“, stellte einer der Studenten fest. Allerdings waren sich doch am Ende alle einig dass, auch wenn man es nicht immer jedem Recht machen kann, ein Unternehmen ohne Mitarbeiter nicht funktioniert.