EMS Studierende erhalten Einblicke in das Krisenmanagement der Lufthansa Gruppe

Dipl. Psych. Gerd Meyer-Schlee, Leiter der Lufthansa Group Crisis Management zu Gast an der European Management School (EMS).


Mainz, den 25.11.2015 - Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Grundlagen der Wirtschaftspsychologie“ von Dr. Lutz Lyding, Dozent der EMS, Wirtschaftspsychologie-Experte und Geschäftsführer der freien Beratung LydingTraining, begrüßte die European Management School Dipl. Psych. Gerd Meyer-Schlee, Leiter der Lufthansa Group Crisis Management.
Gerd Meyer-Schlee erklärte in seinem Vortrag „Krisenmanagement bei einer großen deutschen Airline“, zusammen mit Katharina Blanckart, EMS Studentin und ehemalige Lufthansa Praktikantin, die Notwendigkeit eines funktionierenden Krisenmanagements, auch im Zusammenhang mit dem Germanwings Unfall im März diesen Jahres.

Gutes Krisenmanagement: Trotz Krise den Arbeitsalltag herstellen
Neben Flugzeugunfällen oder versagender Technik gehören auch medizinische Herausforderungen, wie beispielweise Ansteckungskrankheiten oder Pandemien, Naturereignisse, politische Unruhen oder auch Flugzeugentführung zu den sogenannten „Krisen“, die in einer Airline-Operation vorkommen können. „Daher ist ein gutes Krisenmanagement notwendig, um eine Krise erfolgreich zu meistern“, sagte Gerd Meyer-Schlee. Er stellte den Studierenden zwei Formen des Crisis Managements vor, das präventive und das reaktive. Ein präventives Management versucht - so gut wie möglich – Krisen vorzubeugen. Dennoch kann nicht alles vorher geplant werden. Das reaktive Krisenmanagement wird erst beim Eintreffen einer Krise angewendet. „Während einer Krise muss gewährleistet sein, dass möglichst schnell der normale Arbeitsalltag wieder neben der Krisenbewältigung gelebt werden kann. Lufthansa konnte dies nur durch ein funktionierendes Krisenmanagement bewältigen, dass vorsah die Krisenbearbeitung auf eine kurzfristig zu erstellende „Post Emergency Organisation“ über zu leiten. Die Unternehmensressourcen stehen dann wieder für das „normale“ Business zur Verfügung“, erklärt Katharina Blanckart.

„Lessons Learned“ als Strategie für das Krisenmanagement
Abschließend wurde über das Konzept „Lessons Learned“ im Krisenmanagement gesprochen. Der Fachbegriff stammt aus dem Projektmanagement und kann auf unterschiedliche Projektarbeiten angewandt werden. Mit dieser Strategie werden Erfahrungen, Entwicklungen, Fehler und Risiken zusammengetragen und ausgewertet. Vordergründig geht es darum, Optimierungsmöglichkeiten und Risiken für zukünftige Projekte zu erkennen. Auch beim Krisenmanagement der Lufthansa Gruppe kommt Lessons Learned zum Einsatz: „Ende Mai begann das Crisis Management der Lufthansa die Lessons Learned nach dem verunglückten Germanwings Flug zu erheben und in Prozessänderungen umzusetzen. Dieser Prozess dauert immer noch an“, sagte Katharina Blanckart.

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