Vertreter der Lufthansa Gruppe geben EMS-Studierenden Einblicke in das Unternehmen

Mainz, 3.4.2014 – Im Rahmen des Seminars „Angewandte Wirtschaftspsychologie“ von Dr. Lutz Lyding, Dozent der European Management School (EMS), begrüßte die Hochschule zwei Vertreter der Lufthansa Gruppe.


•    Christine Lutz, Gruppenleiterin Fluggastdienste, erklärt Veränderungsprozesse im Bereich Fluggastdienste
•    Gerd Meyer-Schlee, Abteilungsleiter Kabinen Crew, spricht über Entscheidungsprozesse in einem Unternehmen

Christine Lutz, Gruppenleiterin Fluggastdienste, erläuterte in ihrem Vortrag „Wenn sich Verantwortungsbereiche für Führungskräfte verändern. Erleben einer Reorganisation operativer Führungskräfte“ wie die Lufthansa ihre Organisationsstruktur an die neuen Anforderungen der heutigen Zeit anpasst. Gerd Meyer-Schlee, Abteilungsleiter Kabinen Crew, beantwortete in seinem Vortrag die Frage „Sind Unternehmen politisch?“ und erklärte den Studierenden, dass Entscheidungen in einem Unternehmen nicht nur nach rationalen, sondern auch nach politischen Kriterien getroffen werden.

Veränderungsprozesse im Bereich Fluggastdienste

Die Lufthansa Gruppe beschäftigt nahezu 117.000 Mitarbeiter weltweit. 1.360 arbeiten im Bereich Fluggastdienste, wovon 80 Prozent der Mitarbeiter weiblich sind. „Wir beschäftigen 180 operative Führungskräfte, die Flight Manager“, sagt Christine Lutz. Jeder dieser Flight Manager ist zuständig für durchschnittlich sieben Mitarbeiter. „Doch diese bestehende Organisationsstruktur muss sich an die veränderten Anforderungen einer komplexen und globalen Welt anpassen“, sagt Frau Lutz, „Der Fokus der Flight Manager liegt sehr stark im operativen Geschäft, weniger auf der Führungstätigkeit. Das wollen wir ändern“. Hierzu hat die Lufthansa einen Veränderungsprozess angeschoben. Die Flight Manager erhielten in diesem Zuge erweiterte Verantwortlichkeiten. Sie werden zum Beispiel stärker in die Vorbereitung von Mitarbeiter-Workshops und auch in die Ausbildung neuer Mitarbeiter einbezogen. „Wir konnten schon eine Menge verändern, aber wie bei allen Veränderungsprozessen gibt es für unsere Vorhaben sowohl Unterstützung als auch Widerstand“, sagt Christine Lutz zu den Herausforderungen von organisatorischen Veränderungen.

Entscheidungen in Unternehmen sind oft politisch

Einen Einblick in die Entscheidungsfindung von Unternehmen gab Gerd Meyer-Schlee: „Unternehmen wollen Geld verdienen und somit sollen Entscheidungen rational begründet sein. Doch es gibt viele Situationen, in denen eher nach politischen als nach rationalen Kriterien entschieden wird“.  Solche politischen Kriterien können zum Beispiel persönliche Beziehungsnetzwerke von Entscheidern sein oder Bestrebungen die eigene Macht zu sichern. „Wenn Sie in einem Unternehmen etwas durchsetzen wollen, müssen Sie die entsprechenden Beziehungen pflegen“, rät Meyer-Schlee den Studierenden. Hilfreich ist es, laut Meyer-Schlee, in einem Unternehmen eine Umfeldanalyse zu machen: „Beachten Sie die Macht-, Mitbestimmungs- und Beziehungsverhältnisse sowie die Kommunikationskultur in einem Unternehmen und berücksichtigen Sie diese in ihrem Handeln, dann können Sie erfolgreich arbeiten“.

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